Ausbildung der Jagdhunde in der Jägervereinigung Butzbach

(Wolfgang Prüfer) Nach vorhandenen Unterlagen gibt es innerhalb der Jägervereinigung Butzbach die Sparte „Hundewesen“ seit 1963. Erhard Horst war mit Beginn bis zu seinem Tode 1991 Obmann für das Hundewesen. Er fand zeitweise Unterstützung durch die Waidkameraden Richard Volk, Heinrich Jäger, Harold Hebel, Herbert Krug, Werner Bayer und Dieter Winter.

Von 1993 bis 1999 waren Dieter Winter, Werner Bayer und Wolfgang Glaum die Obleute für das Hundewesen.

Von 1999 bis 2002 lag die verantwortungsvolle Aufgabe der Hundeausbildung in den Händen von Wolfgang Glaum, Werner Bayer und Eckhard Müller. Leider verstarb der hoffnungsvolle, junge Ausbilder Eckhard Müller im Jahre 2001.

Mit Beginn des Hundeführerlehrganges im Jahr 2002 sind Wolfgang Glaum, Ute Hurych und Eckhard Eick für diese wichtige Sparte unserer Jägervereinigung zuständig.

Den ersten Kontakt mit den „Hundeleuten“ der Jägervereinigung Butzbach hatte ich als interessierter Zuschauer bei einer Hundeprüfung im Revier Ebersgöns Anfang der 70er Jahre, nachdem ich im Jahre 1971 Neubürger der damals selbständigen Gemeinde Ebersgöns wurde. Beim Durchblättern der Miteilungen der Jägervereinigung fand ich in der Ausgabe vom 15. Dezember 1978 die erste Erwähnung über gute Ergebnisse bei den Prüfungen zur VJB, HZP und VGP. Im Mitteilungsblatt vom 1. Juli 1981 wird von Harold Herbel mitgeteilt, dass der Vorbereitungslehrgang für HZP und VGP durchgeführt
wurde.

Mit meinem ersten Deutschen Wachtel „Cay vom Würgeloh“ habe ich 1982 erstmalig an dem Hundeführerlehrgang teilgenommen. In der sich über zwei Jahre hinziehen die Ausbildung des Hundes konnte ich erleben, mit wie viel Einsatz die Obleute für das Hundewesen dabei arbeiten. Vom Mai bis September war an jedem Sonntag der Treffpunkt am Sportplatz im Revier Pohl-Göns. Für Schweißfährten wurde bis zum Jahr 2000 der Markwald Griedel angesteuert. Ab dem Jahr 2001 werden die Schweißfährten im Revier Hoch-Weisel gelegt. Mit der Einweihung des Übungsteiches für Jagdhunde am 4. September 1983 ging
ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Mit diesem künstlichen Teich im Revier Münster war die Grundlage für die Wasserarbeit mit den Hunden gegeben. Die Geselligkeit kam im Rahmen dieser Lehrgänge nicht zu kurz. Es entstand eine familiäre Atmosphäre. Jeder Teilnehmer war für eine Überraschung bezüglich Essen und Trinken, auch beides, gut. Helga und Josef Stich aus Griedel möchte ich dabei besonders erwähnen.
Das gute Abschneiden der Hunde. die an den Lehrgängen teilgenommen haben, und die angenehme Atmosphäre bei den Lehrgängen, hat der Jägervereinigung Butzbach viele Freunde gewonnen. Von Seiten der Jägervereinigung Butzbach werden bei genügend Meldungen Jagdeignungsprüfungen durchgeführt, die sich wegen ihrer guten Organisation großer Beliebtheit erfreuen. Hier hat sich Josef Stich bei der Organisation für die im Griedeler Markwald durchgeführte Schweißarbeit besonders ausgezeichnet. Als im Jahr 1992 wieder ein Hund von mir zur Ausbildung anstand, war es für mich selbstverständlich, dass ich an dem Lehrgang teilnehme. Dass alles stimmte, zeigte sich dadurch, dass mein Deutscher Wachtelhund „Strick vom Scheidwald“ bei der G. P. 1993 in Alsfeld Prüfungssieger wurde und den 1. Preis erreichte. Die sehr engagierte Arbeit der Obleute für das Hundewesen ist äußerst wichtig, weil es einfach erforderlich ist, dass brauchbare Hunde im Revier vorhanden sind. Es ist zu wünschen, dass die gute Arbeit mit den jungen Hunden weiter fortgesetzt wird. Mein nächster Welpe ist schon avisiert, denn es gilt immer noch der alte Jägerspruch: „Jagen ohne Hund ist Schund“